In der jüngsten Generation werden auch Fernseher mit 3D Technik angeboten.
Ähnlich wie bei den Notebooks wandelt auch hier eine Grafikeinheit das Bild so um, dass es die Brille für uns zu einem 3D Erlebnis macht.
Hier eine Erläuterung zur Funktionsweise der Brillen:
Beim Anaglyphen-Verfahren erfolgt die Bildtrennung durch die Verwendung von Farbfiltern. Das rechte und linke Halbbild sind hierbei in Komplementärfarben eingefärbt. Die 3D-Kinofilme der 1950er-Jahre wurden sehr oft mit der Polarisationstechnik projiziert, später aber in das billigere Rot-Grün-Verfahren umkopiert. Die 3D-Brillen enthielten damals noch den roten Filter vor dem linken Auge, den grünen vor dem rechten. Diese traditionelle Anordnung der Filterfarben gilt für manche sogar bis heute als Standard.
Für die 3D Fernseher, welche brandneu auf dem Markt sind wird, um die Beste Qualität zu erzielen die sogenannte "Shutterbrille" eingesetzt.
Da die Gläser der meisten LCD-Shutterbrillen polarisiert sind, funktionieren diese an TFT-Monitoren nur, wenn die Polarisationsrichtung mit der des TFT-Monitors übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall, müssen die Gläser der Brille jeweils um 90° gedreht werden. Des weiteren benötigen Shutterbrillen in Verbindung mit einem TFT-Monitor ein etwas anderes Timing, als an einem Röhrenmonitor, damit sie störungsfrei funktionieren. Prinzipiell ist aber ein Einsatz von TFT-Monitoren bei 30Hz problemlos möglich. Das einzige Problem ergibt sich daraus, wenn die Reaktionszeit des Monitors größer ist als 33ms. Dies ist aber bei modernen Monitoren nicht mehr der Fall.
Im Profibereich werden Shutterbrillen immer noch gerne eingesetzt, da die Trennung der beiden Bilder für das linke und rechte Auge hervorragend ist. Andere Möglichkeiten sind die Verwendung von Rot/Cyan (bzw. Rot/Grün)-Brillen, die jedoch problematisch bei der Farbübertragung sind, oder Polarisationsbrillen (nur mit entsprechenden Projektoren und Leinwänden oder Bildschirmen, oder bei Kinofilmen, z. B. Stereofilme im IMAX-Kino), oder autostereoskopische Systeme.